Unsere Filmabende widmen sich Geschichten von Mut, Solidarität und Selbstbestimmung. Die beiden Filme erzählen von sehr unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Erfahrungen: von queerer Elternschaft im persönlichen Alltag und von kollektiver Kraft im politischen Handeln. Im Anschluss an jede Vorführung laden wir zu moderierten Gesprächen ein, die Raum für Einordnung, Austausch und neue Perspektiven eröffnen.

Wir freuen uns auf zwei Abende, die berühren, informieren und zum gemeinsamen Weiterdenken anregen.

Team nouvelles


Freitag, 20. März 2026, 19:30 Uhr

Des preuves d’amour (Love Letters)

Spielfilm von Alice Douard, mit Ella Rumpf, Monia Chokri, Noémie Lvovsky u.a.
Frankreich 2025, DCP, F/d, 97’, ab 12 Jahren

Céline erwartet die Ankunft ihres ersten Kindes, ist aber nicht selbst schwanger. In drei Monaten wird ihre Frau Nadia deren Tochter zur Welt bringen. Wir schreiben das Jahr 2014 und Frankreich hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das gleichgeschlechtlichen Paaren die Eheschliessung ermöglicht. Céline bereitet sich darauf vor, nicht-biologische Mutter zu werden – eine Rolle, die ihr noch nicht anerkannt wird – während sie gleichzeitig durch die Herausforderungen der Schwangerschaftsbegleitung und den administrativen Wahnsinn navigiert.

Nach dem Film: Ein Gespräch über queere Elternschaft, Anerkennung und Alltag

Im Anschluss an die Vorführung öffnen wir den Raum für ein Gespräch über gelebte Realität jenseits traditioneller Familienbilder. Zu Gast ist ein Frauenpaar, das gemeinsam drei Kinder großzieht. In einer moderierten Gesprächsrunde sprechen sie über ihre Erfahrungen mit queerer Elternschaft, rechtlichen Hürden und gesellschaftlicher Anerkennung – und darüber, was sich seit 2014 verändert hat (und was nicht). Ausgehend vom Film teilen unsere Gäste persönliche Einblicke in ihren Familienalltag und reflektieren Parallelen zwischen der Filmgeschichte und der eigenen Lebensrealität. Im Anschluss ist Raum für Fragen und Austausch mit dem Publikum.

Vorverkauf über kino-oberwallis.ch


Samstag, 21. März 2026, 18:00 Uhr

Ein Tag ohne Frauen (The Day Iceland Stood Still)

Dokumentarfilm von Pamela Hogan und Hrafnhildur Gunnarsdottir
Island/USA 2024, DCP, E/I/d, 71’, ab 10 Jahren

Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbst­morgen im Jahr 1975 ihre Arbeit nieder­legten und ihre Häuser verliessen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Still­stand und veränderten nachhaltig die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse.
Von den Frauen selbst erzählt und mit spie­le­ri­schen Anima­ti­onen versehen, schaut der Film 50 Jahre später zurück und regt mit seiner Bottschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu zu denken.

Nach dem Film: Ein Gespräch über Solidarität, politische Teilhabe und gesellschaftlichen Wandel

Im Anschluss an die Vorführung laden wir zu einer moderierten Gesprächsrunde ein. Zu Gast ist Danica Zurbriggen-Lehner, die aus politischer und gesellschaftlicher Perspektive über die Situation von Frauen spricht – damals wie heute. Ausgehend vom Film geht es um Fragen von Gleichstellung, Sichtbarkeit und solidarischem Handeln sowie um die Bedeutung kollektiver Bewegungen für gesellschaftlichen Wandel.
Das Gespräch eröffnet Raum für Einordnung, Reflexion und Austausch mit dem Publikum. Gemeinsam möchten wir darüber nachdenken, welche Impulse aus der Geschichte für aktuelle und zukünftige feministische Kämpfe mitgenommen werden können.

Vorverkauf über kino-oberwallis.ch